Über mich

Allgemeines

Mein Name ist Larissa Kirsch, geboren bin ich 1986 in Köln, aufgewachsen in Bergisch Gladbach und 2015 verschlug es mich nach Aachen. Seit 2020 lebe ich nun mit meinem Freund, 2 Katern und 1 Hund in Lichtenbusch, auf der Belgischen Seite. 
Nach der Schule studierte ich Informatik und arbeite seit 2010 in der IT-Branche erst als Softwareentwicklerin und seit 2014 als Führungskraft.

Wie ich aufs Pferd kam

Pferde fasziniert mich schon von klein auf. Am Ende der vierten Klasse hatte ich meine Eltern endlich soweit, dass ich in den Sommerferien eine Woche auf den Reiterhof fahren durfte. Nach diesem Erlebnis war es um mich geschehen. Ich starte zuhause sofort mit Longenunterricht und freute mich wie ein Schneekönig schon Tage im Voraus auf die nächste Reitstunde.

Kurze Zeit später durfte ich voller Stolz eins der Schulpferde als mein eigenes Pflegepferde bezeichnen. Über die Jahre folgten mehrere Reitbeteiligungen vom kleinen, wilden Pony was nur im Gelände geritten wurde und im Galopp keine Bremse kannte, bis hin zum schicken Dressurpferd. 

Dubaj – Mein größter Lehrmeister

Mit 30 Jahren erfüllte ich mir dann endlich den Traum vom eigenen Pferd. Es sollte ein gesundes Freizeitpferd werden. Trotz bestandener AKU zeigte sich schon nach kurzer Zeit, dass mein Pferd gesundheitlich Probleme zu haben schien. Nach mehreren Monaten der Suche, diversen Tierarztbesuchen und zweimaligem Klink Aufenthalten, stand fest mein Pferd ist nicht mehr reitbar und geht damit gerade mal Siebenjährig in “Frührente”. 
Dies traf mich wie ein Schlag und ich brauchte sicherlich ein Jahr bis ich mich wirklich damit abfinden konnte.

Im Nachhinein entpuppte sich mein Pferd als mein größter Lehrmeister. Zwar nicht in der Reiterei, aber dafür in ganz vielen anderen Themen rund ums Pferd.
Die ersten Jahre waren für uns ziemlich schwierig, wir wechselten mehrfach die Ställe von Vollpension bis hin zum Selbstversorger im Offenstall. Seine sich immer wieder verändernde Krankheitsbilder und die damit verbundenen neuen Anforderungen an seine Haltung waren als Einsteller einfach nicht umsetzbar. Verständlicherweise kamen die Stallbetreiber immer wieder an ihre Grenzen und ich sah es einfach nicht ein meinem Pferd und seinen Bedürfnissen nicht gerecht werden zu können.  

Dies änderte sich als ich 2019 das Glück hatte eine Wiese zur Pacht zu finden. In einem Mammut Projekt stemmte ich innerhalb von zwei Monaten einen kompletten Stallbau und die Befestigung des angrenzenden Paddock Trails. Damit schaffte ich ein auf die Bedürfnisse meines Pferdes angepassten Haltung und erhielt die Möglichkeit auf eventuelle neue Anforderungen an seine Haltungsbedingungen schnell reagieren zu können. Seitdem ist sein Gesundheitszustand zum Glück stabil.

In den vorangegangenen Jahren lehrte mich mein Pferd erster Hand diverse Krankheiten. Dazu gehörten unter anderem Ataxie, Shivering, Spat, Hufrehe, Vaskulitis, Koliken, Sehnenschäden, Sesamoidose, COBD und noch die ein oder anderen akuten Verletzungen ….  

Wie ich zur Hufpflege kam

Bei vielen Erkrankungen meines Pferdes spielten die Hufe eine wichtige, unterstützende Rolle. Wir versuchten es lange mit orthopädischem Beschlag. Allerdings war der Termin beim Schmied jedes Mal mit immensem Stress verbunden, weil mein Pferd leider ziemliche Angst vor dem Aufnageln hatte.

Zu dieser Zeit kam ein neuer Hufpfleger zu uns an den Stall und nach einem längeren Gespräch überzeugt er mich davon es ohne Beschlag zu versuchen. Die Barhufumstellung funktionierte und der Hufpfleger zeigte mir wie ich meinem Pferd auch zwischen den Terminen helfen konnte. Dieser kleinen Handgriff brachte meinem Pferd eine extreme Verbesserung. Irgendwann wagte ich mich alleine ans Hufmesser, was prompt schief lief.  Ich rutschte ab und Schnitt mir tief in den Unterarm, der Schnitt musste mit mehreren Stichen genäht werden.

Beim nächsten Besuch entschied unser Hufpfleger, dass es so nicht weitergehen kann und er mir zumindest die Basis der Werkzeugführung richtig beibringen will. Er zeigte mir dies an meinem Pferd und ich fuhr ein Tag mit ihm mit und schaute ihm bei seiner Arbeit über die Schulter. Dadurch wurde mein Interesse an den Hufen und deren Auswirkung auf den gesamten Pferdeorganismus immer Größer.  Ich fing an mich immer mehr mit dem Thema zu beschäftigen, las viel und probierte an meinem eigenen Pferd kleine Sachen aus. Die Ergebnisse und Veränderung fasziniert mich und so beschloss ich das ich die Hufbearbeitung richtig lernen möchte. Das Konzept des LTZ überzeugte mich und so startete ich dort meine Hufpfleger Ausbildung.

Haily – Hufpflegerin in Ausbildung

Last but not least bekommt meine Australien Shepard Hündin „Haily“ ihren eigenen kleinen Abschnitt. Seit Sommer 2020 bereichert sie mein Leben und ist meine treue Begleiterin. Auch bei den Hufbearbeitungsterminen. Sollte dies an einem Stall mal nicht möglich sein, so kann sie natürlich auch im Auto (bzw. wenn es zu heiß ist zuhause) warten!